Interview Jeannette Bauroth – Teilnehmerin WPA

Nomen est Omen? (Foto: privat)

 

Der fiktive Krimiautor und Polizeiberater Richard Castle

trägt in der gleichnamigen Serie bei gefährlichen Außeneinsätzen stets eine schusssichere Weste, die ihn als „Writer“ ausweist.

Auch Jeannette Bauroth aus Viernau besitzt ein Shirt mit einer solchen Aufschrift – und hatte ebenfalls einen Außeneinsatz während einer echten Schicht zusammen mit einem echten amerikanischen Polizisten in einem Original-US-Streifenwagen.

Wie die Übersetzerin dazu kam, im Rahmen der „Writers’ Police Academy“ in Greensboro, North Carolina, Streife zu fahren und was sie sonst noch so erlebt hat – wir haben es erfragt.

Ihr ansteckend-herzliches Lachen hört man schon von weitem.

Wenn Jeannette Bauroth dann auch noch mit ausladenden Gesten erzählt, hängen alle Zuhörer gebannt an ihren Lippen.

Was einerseits am Erzähltalent der Thüringerin liegt, andererseits an ihren ungewöhnlichen Erfahrungen.

Von Haus aus ist die 39-jährige nämlich Übersetzerin von Krimis und Unterhaltungsromanen (so hat sie z.B. den Roman „Sieh mich sterben“ von Lee Goldberg, der hierzulande eher durch seine Krimiserie „Monk“ bekannt ist, ins Deutsche übertragen) – und seit 2011 Dolmetscherin beim Biathlon Weltcup (wobei man garantiert ebenfalls spannende Dinge erleben kann, aber um die soll es hier im heutigen Gespräch nicht gehen ;-).

Stattdessen wollen wir über Weiterbildung sprechen – und über Fachseminare, die man als Krimischaffende besuchen kann.

In diesem Zusammenhang hat die TV-Serien-Expertin im Jahr 2014 an einer Veranstaltung der ganz besonderen Art teilgenommen und zwar an der „Writers’ Police Academy“.

Jeannette, worum handelt es sich bei dieser „Akademie“?

Die „Writer’s Police Academy“ (WPA) wurde 2009 von Lee Lofland gegründet, einem ehemaligen Detective und Polizeiausbilder. Auslöser waren die vielen Fehler, die Lee beim Lesen von Krimis immer störten – ganz offensichtlich hatten die Autoren ihre Hausaufgaben nicht gemacht, wenn es um Blutspritzer, Patronenhülsen oder auch die verschiedenen Arten von Gesetzeshütern und deren Zuständigkeiten ging.

Da hatte Lee die Idee, genau da anzusetzen und ihnen zu zeigen, wie man solche Fehler vermeidet. Die Geburtsstunde der Writers‘ Police Academy! Und er hat tolle Dozenten für sein Projekt gefunden.

Die Academy findet einmal jährlich statt und ist gerade in ein größeres Ausbildungszentrum nach Wisconsin umgezogen.

Wann warst du das erste Mal dabei?

Im September 2014. Das habe ich mir selbst zum Geburststag geschenkt.

Wie bist du darauf aufmerksam geworden?



Eigentlich war das ein Zufallsfund. Ich lerne gerne dazu und bin immer auf der Suche nach interessanten Weiterbildungen. Um mein „Reisejahr“ besser planen zu können, hab ich im Internet nach interessanten Fortbildungen für Krimiautoren gesucht.

Damals war die Police Academy 2013 gerade vorbei und ich tieftraurig, dass ich so etwas Tolles verpasst hatte. Also hab ich mich gleich für den Newsletter angemeldet und dann mit Argusaugen beobachtet, wann es Neuigkeiten über die Veranstaltung im Folgejahr gibt.

An welche Zielgruppe richtet sich die Veranstaltung genau?

An Krimiautoren. Da ich eigentlich keine Schriftstellerin bin, habe ich Lee Lofland kurzerhand angeschrieben, ob auch Übersetzer teilnehmen dürften. Er war zwar etwas verblüfft, hat mich aber herzlich eingeladen. Und herzliche Einladungen schlage ich selten aus.

Wer war alles so dabei, als du teilgenommen hast?

Viele tolle Autoren, von denen ich die meisten vorher noch gar nicht kannte. Ich habe seither versucht, von allen, mit denen ich relativ viel Zeit verbracht habe, etwas zu lesen. Da waren ganz tolle Entdeckungen dabei!

Die in Deutschland bekanntesten Namen sind vermutlich Michael Connelly, C.J. Lyons, Lisa Gardner, Alafair Burke und John Gilstrap.

 

Gut dass der nicht echt war! (Foto: Lee Lofland)

 

Erzähl uns noch ein wenig darüber, welche Workshops du besucht hast.

Das Angebot war unglaublich vielfältig.

Einige Workshops sind mir noch in besonders guter Erinnerung, zum Beispiel der von Robin Burcell zum Thema Forensische Hypnose als erinnerungsunterstützendes Verfahren. Sie zeichnet Phantombilder nach Zeugenbeschreibungen und hatte uns viele Beispiele aus echten Fällen mitgebracht. Verblüffend, was da alles möglich ist!

Ganz eindrücklich war auch das Seminar von John Gilstrap zum Thema Bomben und Schüsse. Bei ihm habe ich gelernt, dass es die vielbeschriebene „Fleischwunde“ aus Film und Fernsehen so gar nicht gibt. Und mit eindrücklich meine ich, dass wir uns viele Filme, Fotos und Experimente (am Dummy) dazu angesehen haben. Das war nichts für schwache Mägen.

Aber auch ganz andere Themen wurden angesprochen, zum Beispiel welche Arten von romantischen Beziehungen für Polizisten typisch sind. Ist ja schließlich auch wichtig …

Das würde uns ja nun auch SEHR interessieren! Bestimmt ist „der“ US-Cop zweimal geschieden und darf seine Kinder nur einmal im Monat sehen … oder?

Es ging hauptsächlich darum, warum manche Konstellationen so typisch sind: Cop und Cop, Cop und Krankenschwester, etc. „Gleich und gleich gesellt sich gern“, würde ich das ganz grob zusammenfassen.

Der unregelmäßige Schichtdienst der Streifenpolizisten kann eine echte Belastungsprobe für jede Beziehung darstellen, hat uns Agent Mike Roche erklärt. Hat man Nachtschicht, kommt man morgens heim, wenn Frau und Kinder aus dem Haus gehen. Sobald die Familie abends zurückkehrt, muss der Polizist wieder zum Dienst.

Da gäbe es wohl auch öfters die eine oder andere „Arbeitsehefrau“ (work wife), eine Art Ersatzfrau, die ähnliche Arbeitszeiten hat und für die Dauer der Schicht den Platz der Ehefrau einnimmt. Ob nur platonisch oder nicht, habe ich lieber nicht gefragt. Das sind zum Beispiel Kellnerinnen im Diner, das nachts geöffnet hat. Es fiel der Begriff „Waffle Queen“, nach dem Waffle House.

Dann habe ich noch an einem ganz tollen Workshop mit Dr. Katherine Ramsland teilgenommen, zur Unterscheidung von Serien- und Massenmorden. Das klingt jetzt ein bisschen gruselig, und das war es teilweise auch. Sie hat uns viele verschiedene Fälle aus den letzten Jahren präsentiert.

Für manche Workshops hat meine Zeit einfach nicht gereicht, obwohl ich da zu gerne dabei gewesen wäre – Beweismittelsicherung unter Wasser zum Beispiel, oder Hausdurchsuchungen.

Alafair Burke und Lisa Gardner haben an zwei Nachmittagen jeweils noch einen Vortrag gehalten, und obwohl zum Beispiel Alafairs Thema, Durchsuchungen, jetzt sicher nicht so spannend klingt, weiß ich dank ihr heute, warum man mit der Durchsuchung von Verdächtigen möglichst immer wartet, bis sie neben ihrem Fahrzeug stehen, oder warum auf einem Durchsuchungsbefehl in der Regel immer ein großer und ein kleiner Gegenstand stehen sollte.

Drei Dinge braucht die Frau … (Foto: Privat)

Damit wir auch was lernen – über Bande sozusagen ;-) …

sag uns doch bitte, warum dem so ist.

Für die Verdächtigendurchsuchung könnte man annehmen, dass so ein Autoinnenraum voller potentieller Gefahren steckt, selbst durch unter dem Sitz, über der Sonnenblende oder im Handschuhfach versteckte Waffen, zu Schaden zu kommen. Richtig?

Aber was hat es mit den Gegenständen auf sich?

Warum stehen dort überhaupt Details? Werden nicht immer komplette Wohnungen durchsucht?

Also, ich hab mir keine Notizen gemacht, aber das noch gut im Kopf, denke ich.

Bei Verdächtigen gilt die „wing span“-Regel. Das heißt, man darf bei einer Personenuntersuchung alles mitdurchsuchen, was sich innerhalb der „Flügelweite“ der Person befindet, also alles, was sie berührt, wenn sie die Arme ausbreitet. Steht der Verdächtige zum Beispiel neben seinem Auto, darf der Polizist dann auch den Kofferraum öffnen. Ansonsten nicht!

Auf einem Durchsuchungsbefehl muss immer ganz genau aufgeführt sein, was gesucht wird (da gibt es aber auch Ausnahmen – insgesamt ist das eine sehr komplexe Geschichte und keinesfalls so einfach, wie es im Fernsehen aussieht). Hat ein mutmasslicher Dieb zum Beispiel einen Fernseher geklaut, darf die Polizei nur dort nachsehen, wo realistischerweise ein Flachbildschirm versteckt sein könnte. Auch wenn sie den Verdacht hat, dass im Handschuhfach des Wagens Drogen liegen, darf sie es nicht öffnen, das wäre sonst vor Gericht unzulässig, denn im Handschuhfach kann der Fernseher ja nicht sein. Steht auf dem Durchsuchungsbefehl jedoch, dass sie einen Fernseher und die dazugehörige Fernbedienung suchen, können sie getrost die Drogen aus dem Handschuhfach holen.

Was waren deine absoluten Highlights?

Ich glaube, am besten wird mir immer der Ride-along in Erinnerung bleiben, die Mitfahrt im Streifenwagen. Ursprünglich war ich dafür gar nicht vorgesehen gewesen, denn die Plätze waren begrenzt und sehr begehrt. Kurz vor Abfahrt der Streifenwagen kam Lee zu mir und holte mich aus der Gruppe, mit der ich zusammenstand.

Ich hatte schon Angst, ich hätte gleich am ersten Tag irgendwas falsch gemacht! Aber er bot mir stattdessen einen kurzfristig freigewordenen Platz als Begleitung eines jungen Deputy Sheriff im Streifenwagen an, und ich dachte, warum nicht?

Allerdings kamen mir die ersten Bedenken, als ich eine zwölfseitige Verzichtserklärung unterschreiben musste. Da hatte ich so eine Ahnung, dass der Abend nicht ganz so unspektakulär ablaufen könnte. Und so kam es dann auch.

Aber um das wiederzugeben, was während unserer Streife alles passiert ist, bräuchten wir glatt noch ein zweites Interview. Nur so viel: es kamen ein Berglöwe, ein Selbstmord durch Schuss in die Brust und häusliche Gewalt mit Machetenangriff darin vor.

Das mit dem zweiten Interview wäre glatt zu überlegen … aber wir wollen uns ja noch etwas für die Zukunft aufheben ;-)

Ein paar kleine Ergänzungfragen seien aber noch gestattet:

Wie lange dauerte dein Einsatz, wie stabil waren dein Magen und deine Gesichtsfarbe und natürlich … : Was hattest du an? Wurde dir für die Gelegenheit „Berufskleidung“ gestellt?

Nein. Berufskleidung gab es nicht, nur die Vorgabe, eine Bluse bei den Damen bzw. ein Poloshirt bei den Herren anzuziehen. Ich glaube, es ging darum, dass wir nicht locker-flockig in Freizeitkleidung auftreten. Ich hatte eine fröhlich gemusterte Bluse an und hab mehrmals gefragt, ob das für einen Polizeieinsatz zu „cheerful“ sei. War es angeblich nicht.

Ich bin ziemlich magenstark und muss zugeben, dass der Berglöwe ein größeres Problem für mich darstellte als die Schusswunde. Allerdings ging es da am Tatort schon richtig blutig zu.

Ich bin aus Respekt vor den Angehörigen nicht mit ins Haus des Opfers gegangen, da wäre ich mir vorgekommen wie ein Sensationsjournalist: „Hallo, wo ist denn hier die Leiche?“ „Mein“ Officer war allerdings sehr blass, als er sich wieder zu mir ins Auto gesetzt hat.

Bei dem Einsatz mit dem macheteschwingenden Exfreund hatte ich dagegen richtig Angst. Die ganze Stimmung war wie im Spätfilm: Es regnete, es war dunkel, ich saß bei laufendem Motor allein im Streifenwagen unter einer Straßenlaterne. Mein Deputy Sheriff war gerade mit zwei Kollegen in ein Haus gerannt, die Waffen im Anschlag. Plötzlich kamen Scheinwerfer auf mich zugefahren, ein Auto hielt an und ich hörte eine Tür zuklappen. Und dann hat es an mein Fenster geklopft. Gruselig!

Insgesamt dauerte der Ride-along fünf Stunden. Danach habe ich noch mal ungefähr zwei Stunden damit verbracht, den Kollegen meine Geschichten zu erzählen. In Farbe sozusagen.

Vielleicht doch lieber nur mit Schirm und Charme? ;-) (Foto: Privat)

Zu meinen Highlights zählt auch die Simulation im Schießkino, bei der ich mit drei Kolleginnen so tun konnte, als wären wir Polizisten, die auf einen Notruf reagieren. Auf einer Leinwand laufen dabei verschiedenen Szenarien ab und man muss sich gut überlegen, wie man reagiert. Wir waren alle mit speziell präparierten Pistolen bewaffnet und zu jedem Zeitpunkt wurde aufgezeichnet, wer wohin zielte oder schoss. Anschließend gab es eine Auswertung.

Ich habe dabei erstmals live erfahren,wie viel Adrenalin in einer solchen Situation fließt, und dabei war ich gar nicht im richtigen Einsatz! Seither kann ich besser verstehen, warum es unter Hochdruck auch zu Fehlentscheidungen kommen kann.

 

Als sehr angenehm habe ich auch die gesamte Atmosphäre empfunden. Als weitgereiste „Exotin“ war ich schnell bekannt und alle waren sehr nett zu mir. Wir haben viel gelacht.

Als ich am ersten Tag mein Namensschild bekam, war in meinem Vornamen ein „n“ zu viel – „Jeannnette“ statt „Jeannette“. Man versprach mir, das zu korrigieren.

Am nächsten Tag bekam ich dann ein neues Namensschild, nämlich das hier:

Immerhin wurde hier an nichts gespart ;-) (Foto: Privat)

Wie viele Leute mich darauf angesprochen haben, weiß ich gar nicht mehr. Michael Connelly war jedenfalls ausreichend verwirrt, als er mir ein Buch signieren wollte und wegen der Schreibweise meines Namens auf mein Schild geschielt hat.

Was hast du von dieser Weiterbildung mitgenommen?

Viele Bücher und neue Freundschaften. Mit meinen „Mitkadetten“ bin ich immer noch über Facebook in Kontakt und Lee Lofland hat mich kurz nach der WPA eingeladen, einen Gastbeitrag für sein Blog zu verfassen.

Außerdem haben sich natürlich einige Autoren bei mir gemeldet, um über Übersetzungen zu reden oder sich über den deutschen Buchmarkt zu informieren.

Alles in allem habe ich bei der WPA sehr viel gelernt, sowohl fachlich als auch menschlich.

Jeannette Bauroth, Lee Lofland, Wendy Young (v.l.)

 

Und es hat mich auch gefreut, dass ich endlich meine Brieffreundin Wendy Young einmal persönlich kennenlernen konnte.

Da sie auch Krimiautorin ist, hatte ich sie überredet, mit zur WPA zu kommen.

Sich ein Zimmer mit jemandem zu teilen, den man eigentlich gar nicht kennt, war aber überhaupt kein Problem, denn wir haben uns auf Anhieb super verstanden. Ich bin dann sogar noch für ein paar Tage mit zu ihr nach Hause nach Tennessee gefahren.

Wirst du nochmal teilnehmen?



Ja! Definitiv. Ich habe mich für das kommende Jahr schon mal vorangemeldet. In diesem Jahr liegt der Termin für mich ungünstig, sonst wäre ich sofort zur Wiederholungstäterin geworden. Aber 2016 werde ich auf jeden Fall wieder Kadett an der Writers‘ Police Academy sein!

Wie überbrückst du die Zeit bis dahin? Hast du andere Weiterbildungen geplant?

Natürlich. Im Juni nehme ich an der Jahrestagung der Literaturübersetzer in Wolfenbüttel teil. Dort wird diesmal ein Workshop mit einem Rechtsmediziner angeboten, in dem ich einen Platz ergattern konnte. Ich bin schon sehr gespannt!

Im November fliege ich zur Jahrestagung des Amerikanischen Übersetzerverbands nach Miami. Dort gebe ich selbst einen Workshop zum Thema „Sex and Crime in English and German – Tücken und Fallstricke beim Übersetzen von Krimis“.

Einen ähnlichen Vortrag, aber dann natürlich auf Deutsch, halte ich am 30. September in der Stadtbibliothek Erfurt.

Interessierte sind herzlich eingeladen!

Über das nächste Jahr hinaus habe ich auch schon geplant. Im März 2017 fliege ich zu einer Krimiautorenkonferenz nach Hawaii.

Außerdem nehme ich derzeit an einem Onlinekurs zur Einführung in die Forensik teil.

Wenn man das so liest, könnte man meinen, du kommst gar nicht mehr zum Arbeiten im herkömmlichen Sinn … ;-)



Doch, doch; ganz im Gegenteil.

Neben Büchern für deutsche Verlage übersetze ich auch Romane für amerikanische Selfpublisher, die sich in der Regel direkt um ihre Übersetzungen kümmern und die auch aus eigener Tasche bezahlen.

Beispiele findest du auf meiner Website: www.indie-translations.de

Damit sind meine Kollegin Corinna Wieja und ich ziemliche Pioniere, aber ich denke, der Markt wird sich schnell entwickeln.

Dann weiterhin viel Erfolg mit dieser Tätigkeit und den anderen spannenden Dingen in deinem Leben – sehr gern lassen wir uns auch weiterhin davon berichten!

Vielen Dank für das Gespräch.

Mit Jeannette Bauroth traf sich ausgesprochen gern Chefredakteurin Michaela Pelz im Mai 2015 beim jährlichen Workshopwochenende des Branchennetzwerks www.texttreff.de.