Krimi-Forum

Deutscher Krimi Preis 2015

Logo Deutscher Krimi Preis

Es ist vollbracht!
Zum 31. Mal wird der älteste und renommierteste Preis für kriminelles Schaffen im deutschsprachigen Raum vergeben.
Der erste Platz NATIONAL geht an: Franz Dobler für „Ein Bulle im Zug“ (Tropen)
Mit dem ersten Platz INTERNATIONAL wird bedacht: James Lee Burke für „Regengötter“ (Rain Gods) Deutsch von Daniel Müller (Heyne Hardcore)
Die komplette Übersicht der Preisträger:

NATIONAL:
1. Platz: Franz Dobler: Ein Bulle im Zug (Tropen)
2. Platz: Oliver Bottini: Ein paar Tage Licht (dumont)
3. Platz: Max Annas: Die Farm (Diaphanes)

INTERNATIONAL:
1. Platz: James Lee Burke: Regengötter
(Rain Gods) Deutsch von Daniel Müller (Heyne Hardcore)
2. Platz: Liza Cody: Lady Bag
(Lady Bag) Deutsch von Laudan & Szelinski (Argument)
3. Platz: Oliver Harris: London Underground
(Deep Shelter) Deutsch von Gunnar Kwisinski (Blessing)

Verliehen wurde der – nicht dotierte – Deutschen Krimi Preis auch diesmal von einer Jury aus Krimi-Kritikern, Literaturwissenschaftlern und Krimi-Buchhändlern an Autoren und Autorinnen, die „literarisch gekonnt & inhaltlich originell dem Genre neue Impulse geben.“

Die ausführlichen Begründungen sind hier nachzulesen.

Wie alles begann …

Als Journalist Reinhard Jahn und Werbetexter Werner Puchalla Anfang der 80er Jahre während ihrer Tätigkeit für ein Bochumer Stadtmagazin ihre gemeinsame Krimi-Leidenschaft entdeckten, hätten die Freunde wohl selbst nicht gedacht, welche Ausmaße das Projekt annehmen sollte, das sie damals initiierten.
Erst trugen sie ihre Bücher zusammen und gründeten damit das „Bochumer Krimi Archiv“ (26. März 1984), dann allerlei Informationen, mit denen die aufkommende deutsche Krimi-Szene unterstützt werden sollte, Events wurden geplant – und weil man schon dabei war, auch gleich ein Preis ins Leben gerufen.
Der Deutsche Krimi Preis.

Zeitsprung.
30 Jahre und 124 in- und ausländische Preisträger später (manche erhielten die Auszeichnung mehrfach; unangefochten an der Spitze, Stand 1.1.2015: Friedrich Ani, der den Preis sechs Mal bekam. Diese und weitere interessante Informationen finden sich auf der oben verlinkten Seite, z.B. eine Liste der 119 besten Krimis, erhoben im Jahr 1990. Nr. 1: „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ von James M. Cain, 1934).

Immer im Januar sind mittlerweile sieben Jurorinnen und 19 Juroren aus der Zunft der KritikerInnen, LiteraturwissenschaftlerInnen, BuchhändlerInnen aufgerufen, jeweils drei Romane in den Kategorien National und International auszuwählen, die „inhaltlich originell und literarisch gekonnt dem Genre neue Impulse verleihen.“

Organisiert wird die Abstimmung vom Krimi Archiv (mittlerweile zwar nicht mehr in Bochum beheimatet, aber nach wie vor unter diesem Namen landauf, landab hinreichend bekannt), das auch die Namen der Preisträger mitteilt. Geld erhalten diese keines, wohl aber hin und wieder personalisierte Grafik-Unikate als Urkunden, abhängig von den vorhandenen Sponsorengelder. Eine öffentliche Verleihung findet in der Regel nicht statt.

Die Jury:

Kritiker:

Volker Albers (Hamburger Abendblatt) / Andreas Ammer (ARD) / Jens Dirksen (Mediengruppe Funke) / Joachim Feldmann (Am Erker) / Tobias Gohlis (DIE ZEIT) / Günther Grosser (Berliner Zeitung) / Reinhard Jahn (Bochumer Krimi Archiv) / Hermann Kling / Alf Mayer / Peter Münder / Wolfgang Niess (SWR) / Ulrich Noller (WDR) / Michaela Pelz (krimi-forum.de) / Kirsten Reimers / Lars C. Schafft (krimi-couch.de) / Robert Schekulin (Berlin) / Jan Christian Schmidt (kaliber38.de) / Sylvia Staude (Frankfurter Rundschau) / Bettina Thienhaus / Thomas Wörtche (CULTurMAG)

Die Kritiker der Jury stimmen nicht für Titel, an deren Veröffentlichung sie aktiv beteiligt sind.

Krimi-Buchhandlungen: Jutta Wilkesmann (Die Wendeltreppe, Frankfurt Main) / Monika Dobler (glatteis, München) / Christian Koch (Hammett, Berlin) / Thomas Przybilka (Missing Link) / Cornelia Hüppe-Binder (Miss Marple, Berlin) / Hans W. Kohlmann (Whodunnit, Leipzig)