Zehn Jahre Sisters in Crime

Diese „mörderischen Schwestern“ agieren alles andere als still und heimlich. Offensiv treten sie mit ihrem „kriminellen Treiben“ an die Öffentlichkeit.
Ihr gemeinsames Interesse ist Mord und Totschlag. Gerne tauschen sie sich auch mal aus über eine Entführung, einen Diebstahl oder eine von langer Hand geplante Erpressung.
Sie tun es nicht zu zweit oder dritt, sondern zu Tausenden.
Weltweit.
Auch in Deutschland.
Und haben für ganz Mutige in ihren Reihen sogar noch ein Plätzchen frei ...

Die Rede ist von der deutschen Sektion (German Chapter) der Sisters in Crime. Diese erste nicht-amerikanische Gruppe des 1987 von Sara Paretsky u.a. gegründeten Verbandes hat sich 1996 zusammengefunden und zählt derzeit (Stand Anfang 2006) laut Webseite 268 Mitglieder (und zwar nicht nur weibliche …).

Diese zehn Jahre erfolgreiche Verbandsarbeit werden nun gefeiert: Mit zahlreichen Veranstaltungen vom 22.-26. März in Köln!

Wie ihre US-Sisters in Crime (SinC) wollen die deutschen Autorinnen, Leserinnen, Verlagsfrauen, Literaturagentinnen, Übersetzerinnen, Buchhändlerinnen, Bibliothekarinnen und andere Krimifans unter der Leitung ihrer Präsidentin Beatrix Kramlovsky aus Wien drei Dinge: vernetzen, veröffentlichen, sich gegenseitig unterstützen. Das Hauptanliegen der Krimifans aber ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Bereich Krimi.

Dazu tauschen sie sich aus – per Newsletter, Internet-Mailingliste, auf jährlichen Veranstaltungen und regionalen Treffen.

Und natürlich auf der Webseite, die auch für Nicht-Mitglieder viel Interessantes bietet.
Denn neben einem alphabetischen Mitgliederindex mit Biografie und Bibliografie, einer Übersicht der Neuerscheinungen, Lesungs- und Veranstaltungshinweisen, einer ausgesprochen interessanten und nützlichen Linkliste (vor allem, wenn Sie immer schon mal ihr gerichtsmedizinisches Wissen erweitern wollten), sind hier auch die einzelnen Regionalgruppen in Berlin, Frankfurt (Main), München, Stuttgart, Nord, West, Sachsen, Schweiz und Wien/Österreich – jeweils mit "Kontakt-Schwester" und teilweise auch umfangreicher eigener Internetseite – ausgewiesen.

Dennoch kommt der Kontakt zur Dachorganisation und zu anderen Landesverbänden nicht zu kurz – über die Aktivitäten in Deutschland wird im internationalen Rundbrief berichtet, Infos und Berichte aus dem Ausland geben die deutschen Schwestern in ihren Publikationen weiter.

Und zwar auf Deutsch – so daß die Beherrschung der englischen Sprache kein Muß für die Mitgliedschaft ist.
Ach übrigens: Die Angehörigkeit zum weiblichen Geschlecht auch nicht ....