Guten Morgen.
Ich heiße Konstantin.
Wie alt ist der Held in der Geschichte?
Guten Morgen!
Ich bin der Ralf Kramp.
Also der Held in der Geschichte „Wenn Goldfinger rauskommt“ heißt Tim und ist etwa neun bis elf Jahre alt.
Ich wollte mich nicht so genau festlegen, weil ich mir gedacht habe, dass möglichst viele Kinder in diesem Alter das Buch lesen sollen und Kinder haben es immer ganz gerne, wenn der Held immer genauso alt ist wie sie selbst.
Er zieht ja mit seinen Eltern aufs Land. Sind Sie schon mal umgezogen und wenn ja, von wo nach wo?
Ich bin schon ganz oft umgezogen. Allerdings immer innerhalb der Eifel, also auf dem Land – von einem Dorf ins andere.
Der Junge Tim in meiner Geschichte hingegen, der zieht von Köln, also der großen Stadt, in die Eifel. Und wenn man als Kind in der Stadt gewohnt hat, dann findet man das gar nicht so toll, wenn man plötzlich aufs Land ziehen soll.
Das war schon ein bisschen schwierig sich da hineinzuversetzen, denn ich selbst wohne natürlich sehr sehr gerne auf dem Land.
Tim hat einen Hund. Was sind Ihre Lieblingstiere?
Der Hund vom Tim, das ist der Fiete. Der ist ganz groß und zottelig.
Ich finde Hunde auch wirklich toll und ich hätte, glaube ich, auch ganz gerne mal einen. Aber im Moment haben wir zu Hause nur zwei dreiviertel Katzen.
Zwei DREIVIERTEL Katzen??????
Ja, eine ist nicht ganz komplett.
Das heißt, die hat nur drei statt vier Beinen – deswegen ist es eine Dreiviertel-Katze.
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Und wie sieht es mit Fischen aus? Sie haben doch da auf dem Cover einen Fisch gezeichnet …
Richtig, auf einem Cover von einem anderen Autor – von dem Herrn Klimmek – habe ich einen Fisch gezeichnet. Das ist der Privatdetektiv „Aalbert“. Das ist ein Aal.
Ich mache ja viele Zeichnungen und den Aalbert habe ich auch entworfen aber Fische … Die esse ich zwar gerne, aber als Spielgefährten oder Haustiere kann ich sie mir nicht so gut vorstellen.
Ich habe nichts gegen Fische, aber mit denen kann man sich so schlecht unterhalten – mit unseren Katzen hingegen kann man sich sehr gut unterhalten, die geben immer Antwort.
Zeichnen Sie alle Ihre Cover selbst?
Ja. Und zwar zeichne ich nicht nur die Cover von meinen Büchern selbst, sondern die vom gesamten Kbv-Verlag. Das kommt daher, weil ich diesen Verlag auch leite und immer gern gezeichnet habe. Früher habe ich sogar mein Geld damit verdient.
Was machen Sie lieber: Krimis schreiben oder zeichnen?
Ich mache das eigentlich beides gleich gern.
Nur leider habe ich nicht immer für beide Sachen gleich viel Zeit.
Im Moment brauche ich viel mehr Zeit zum Schreiben und würde auch gern noch mehr Zeit dafür haben. Zeichnen kann ich daher nicht mehr so oft.
Ich würde mir aber wünschen, mal wieder so richtig Lust zu bekommen, mal ein paar größere Bilder zu malen.
Zurück zum Buch „Goldfinger“. Es gibt da eine Kinderbande. Waren Sie mal in einer oder wären Sie gern in einer gewesen?
Klar war ich in einer Kinderbande! Das ist ja logisch.
Aber das war natürlich eine gute Kinderbande – das heißt wir wären am allerliebsten eine richtige Detektivbande gewesen. Wir waren keine Verbrecher-Kinderbande, sondern wir hatten uns überlegt, dass wir am liebsten spannende Fälle auflösen wollten.
Nur: So spannende Fälle gab es bei uns auf dem Schulhof leider nicht.
Ich war aber immer der Kleinste in der Bande und nie der Chef.
Deswegen habe ich den Tim zum Chef gemacht. So habe ich das im Buch nachgeholt.
Und angenommen Sie stünden auf der anderen Seite: Was für eine Art Verbrecher wären Sie dann gerne?
Wenn ich denn ein Verbrecher sein müsste – was man ja nicht wirklich sein will oder darf - dann wäre ich gerne so ein richtiger Gentleman-Verbrecher.
Einer der den reichen Leuten etwas stiehlt, um es den ärmeren zu geben.
Also wie Robin Hood?
Ja, so eine Art Robin Hood oder Arsène Lupin. Das war auch einmal ein ganz berühmter, in Frankreich.
Also ein Taschendieb?
Ja … Taschendieb.
Ich würde auch ganz gerne so tolle Raubzüge veranstalten, wo ich Safes knacke, aber auf eine ganz feine Art.
Vielen Dank für das Gespräch!
(Das Interview führte Konstantin Pelz während der Buchmesse in Frankfurt, Oktober 2007)
(Foto: privat)