Alexander Gerlach

Titel mit: Alexander Gerlach

Heidelberger Requiem

Heidelberger Lügen

Heidelberger Wut

Schwarzes Fieber

Echo einer Nacht

Deutschland (Heidelberg), heute

Kurz nach dem überraschenden Tod seiner Frau Vera (Vera stirbt nach der Extraktion eines Weisheitszahns. Die Ursache wird nirgendwo diskutiert, und Gerlach will sie auch nicht wirklich wissen) bewirbt sich Alexander Gerlach aus seiner Heimatstadt Karlsruhe weg nach Heidelberg, um dort als Kriminalrat Leiter der örtlichen Kriminalpolizei zu werden. Zu viele schmerzliche Erinnerungen verbinden ihn mit dem Ort, an dem er sich vor allem durch seine menschliche Art viel Respekt seitens der Kollegen verschafft hat (launiges Detail am Rande: Einer davon ist Thomas Petzold - der Protagonist von Burgers erster Krimi-Reihe, a.d.R.).

Gerlach, Anfang 40, das dunkle Haar modisch kurz geschnitten und seit kurzem mit einer zwar ungeliebten, aber bitter notwendigen Sehhilfe ausgestattet, die ihm ein distinguiertes Aussehen verleiht, macht immer wieder den tapferen Versuch, seinen Körper durch Joggen auf Vordermann zu bringen.
Richtigen Spaß bringt ihm diese Betätigung allerdings nicht. Mehr, viel mehr Freude hat der Hobby-(Schachspieler, der aber niemals zum Spielen kommt) an einem guten Essen oder einem hervorragenden Wein. Dazu lässt er sich auch gern im Zug der Ermittlungen von seinen diversen Gesprächspartnern einladen.
Schreibtischarbeit allein liegt ihm nicht - er ist Polizist mit Leib und Seele und lässt es sich nicht nehmen, selbst die Tatorte und Opfer in Augenschein zu nehmen; auch wenn dies bedeutet, morgens um drei sein Bett zu verlassen.
Auf Äußerlichkeiten legt Gerlach wenig Wert - so macht es ihm gar nichts aus, einen uralten Peugeot-Kombi zu fahren (der gut ein Dutzend Jahre unter der Motorhaube hat)
Doch der Kriminaler ist nicht allein nach Heidelberg gekommen - bei ihm sind auch seine vierzehnjährigen gerstenblonden Zwillinge Sarah und Louise, die sich am Anfang mit der veränderten Situation überhaupt nicht abfinden und um jeden Preis zurück nach Karlsruhe wollten. Zum Glück gibt sich diese Haltung nach einiger Zeit.
Die meist identisch gekleideten Mädchen sind ganz normale, wenn auch Nutella-süchtige Teenager: Oft aufmüpfig und maulig, immer bestrebt, dass jemand anderes den Müll nach unten bringt - aber in Krisensituationen wunderbare Kumpel mit detektivischen und schauspielerischen Fähigkeiten, die ihrem Vater und seinen Kollegen nicht selten auch bei der Lösung der Fälle zur Hand gehen.

Erste Hauptkommissarin Klara Vangelis: ist überall die erste. Tüchtig, zuverlässig, intelligent, aber ehrgeizig ohne Ende. Gerlach schätzt sie ob ihrer Professionalität, herzlich ist das Verhältnis der beiden jedoch nicht, hatte die junge Frau griechischer Abstammung doch auf seinen Posten spekuliert, was sie nicht verbirgt.
Doch trägt sie ihre Niederlage mit Fassung - ebenso elegant wie ihre (vielfach selbst geschneiderten und Haute-Couture-Entwürfen nachempfundenen) Kostüme. Aber auch in legerer Kleidung fühlt sie sich wohl - vor allem, wenn sie in ihrer Freizeit in der väterlichen Taverne aushilft.

Sven Balke: norddeutscher Abstammung, trägt mit Vorliebe „Out of bed“-Look, fährt (teure) Mountainbikes, wechselt häufig seine Freundinnen. Sein (beruflich) größter Stolz ist ein PDA. Auf diesem Gerät (das aussieht wie der Babybruder von Gerlachs Laptop) speichert und verwaltet er sämtliche Notizen, Protokolle, Mails und andere Fall relevante Daten wie Fotos oder Filme. Seitdem er sich mit Nicole, genannt „Nicki“ zusammengetan hat, ist sein Verschleiß an Frauen deutlich gesunken und er denkt sogar an Kinder. Dennoch ist er einem kleinen Flirt nie abgeneigt, was zuweilen bei den Ermittlungen recht hilfreich sein kann.

Runkel: Wird von den Kollegen scherzhaft "Rübe" genannt. Redet nicht viel. Der Mann in Gerlachs Alter hat vor nicht allzu langer Zeit geheiratet – eine Philippinin, die ihn ziemlich genau alle 18 Monate zum Vater macht. Mittlerweile hat er fünf Söhne.
Leider hat ein Rauhaardackel namens Pumuckl zu einer leichten Entfremdung der Eheleute geführt.

Sekretärin Sonja Walldorf, genannt "Sönnchen": Der Spitzname ist Programm: Die Mittvierzigerin ist von sonnigem Wesen und stets bestrebt, ihren Chef in jeder Hinsicht zu unterstützen. Gerne übernimmt sie dazu auch mal die eine oder andere (inoffizielle) Recherche, was erleichtert wird durch die Tatsache, dass entweder sie oder eine ihrer zahlreichen Schwestern mit halb Heidelberg verwandt, verschwägert, bekannt oder zur Schule gegangen ist - mit dem Rest spielt sie Tennis oder singt im Chor.

Kriminaloberrat Egon "Egonchen" Liebekind: Gerlachs Vorgesetzter. Der gutmütige Hüne - fast zwei Meter groß und zwei Zentner schwer - ist seinen Untergebenen gegenüber sehr liberal und lässt Gerlach und seinem Team oft freie Hand. Er ist gelassen, gerecht und nicht nachtragender als nötig.
Außerdem besitzt der Mittfünfziger ein Faible für teure Zigarren, die er aber nie ansteckt. Er ist Dozent an der Polizei-Führungsakademie in Münster, wo er Polizei- und Verwaltungsrecht lehrt.

Theresa Liebekind: Ehefrau des Kriminaloberrats und heimliche Geliebte von Gerlach. Groß gewachsen, stets elegant gekleidet, blonde Locken. Ist ihrem Ehemann in herzlicher Liebe zugetan, aber trotzdem verrückt nach seinem Stellvertreter Gerlach.

Bände der Serie:

Heidelberger Requiem (2005)
Heidelberger Lügen (2006)
Heidelberger Wut (2007)
Schwarzes Fieber (2008)