Das Buch direkt bei Amazon bestellen Jürgen Ebertowski
Aikido Speed

Ullstein TB
ISBN 3-548-25057-2

Vera Veltheim ist keine gewöhnliche Ordensschwester:
Sie hat lange Zeit in Japan gelebt und nach der Rückkehr an ihre Schule in Berlin eine Aikido-Gruppe gegründet. Außerdem kümmert sich die Lehrerin mit besonderem Engagement um ihre Schüler.
Deshalb bleibt sie auch nicht tatenlos, als merkwürdige Dinge geschehen: Ein Schüler wird bei einer Party erstochen, ein anderer beinahe überfahren, und einige Mitglieder der Aikido-Gruppe leiden im Training plötzlich an heilloser Selbstüberschätzung - Drogen scheinen im Spiel zu sein.
Die ungewöhnliche Perspektive und der überraschende Schluss machen diesen Milieu-Krimi spannend: Wird hier der wahrhaft Schuldige gestraft, oder jemand, der selbst nur von größeren Gangstern benutzt wurde?

Rezension:
Weniger wäre mehr gewesen ...
Was es da nicht alles gibt! Eine evangelische Nonne mit Aikido-Dan, dümmliche Polizisten, international agierende Gangster mit Hang zu gutem Essen, einen japanischen Pfarrer und das sind noch lange nicht alle Figuren, die der Autor in Berlin, Malta, Amsterdam und Japan in Fitnessstudios, Schulen oder auch guten Restaurants auftreten lässt.
Selbstverständlich ist er in all diesen Bereichen zu Hause und garniert sein Insider-Wissen mit einer Fülle von vermeintlich witzigen Bemerkungen, die jedoch seine Vorurteile leider nur sehr schlecht kaschieren.
Ebertowski macht den Eindruck, er wisse alles und das natürlich besser.
Schade ist es um einige sehr schöne Ansätze, gute Ideen und auch eine ganz anständige Kriminalhandlung. Doch leider geht die unter in zu vielen Nebengestalten, und zu vielen Detailinformationen. Und nicht zuletzt tragen die dümmlichen Witze und der doch sehr bemühte Schreibstil, der wirkt wie eine Mischung aus einem Diavortrag und einem Jerry-Cotton-Heft, zur Verärgerung des Lesers bei.
Fazit: nur empfehlenswert für Hardcore-Aikido-Fans.

El Gato

 

Gastrezension(en):


Name: Easy D. Lee
Email: isibash937@hotmail.com
Datum: 7.11.2014 (23:49)

Dem kann ich nur zustimmen. Viel zu viele Details, viel zu durcheinander die jeweiligen Geschichten, auch wenn sie im Endeffekt alle zusammenhngen. Das Ende ist total enttuschend.