Das Buch direkt bei Amazon bestellen Alexa Levin
Der Tod ritt mit

Kretzschmar TB
ISBN 3-933786-03-7

Die Tote an der Judenbuche ist bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt. Trotzdem vermutet die Polizei zunächst einen tragischen Unfall. Erst als sich herausstellt, dass es sich bei der Toten um Klara Janssen handelt, wird Hauptkommissar Julius Meyer hellhörig, denn die bekannte Tierschützerin hat es sich zur Aufgabe gemacht, gegen Schlachttiertransporte Front zu machen.
Aber die lassen sich nicht so leicht in die Suppe spucken. Schon bald erfährt Kommissar Meyer, dass er es mit einem verdammt gefährlichen Gegner zu tun hat.

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Rezension:
Wahrlich nichts für zart besaitete Gemüter oder sensible Tierfreunde ist dieser hammerharte Roman aus der Feder der Autorin Alexa Levin.
Dabei beginnt er mit einem Frühlingsmorgen wie aus dem Bilderbuch, gekrönt von einem Ausritt, dessen Beschreibung nicht poetischer sein könnte … - wenn, ja wenn am Ende nicht der erbarmungslose Doppelmord eines Pferdes und seiner Reiterin wäre.
Auch danach bleibt dem Leser keine Zeit sich zu erholen: Die Schreckensbilder der Traumsequenz, unter denen die Irin Meagan so fürchterlich leidet, gehen unter die Haut, nehmen schon beim Lesen den Atem, selbst wenn der Ursprung dieser Phantasien (oder sind es gar Erinnerungen?) noch völlig im Dunkeln liegt.
Es folgt der Auftritt des Polizeibeamten Julius Meyer, einmal mehr frustriert bei der Ausübung seines Berufs, und wir erfahren, dass der knapp fünfzigjährige Vater der vierjährigen Alina auch in seinem Privatleben mit so manchen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Denn die rothaarige Meg, wegen Totschlags verurteilt und inhaftiert, ist niemand anderer als die Mutter seiner Tochter.
Dann überschlagen sich die Ereignisse, es wird immer turbulenter und die Spannung steigt im selben Maß, in dem der Roman an Tempo gewinnt.
Ein Journalist, der zu viel weiß, wird bedroht und misshandelt. Die auf Bewährung entlassene Meagan enthüllt Stück für Stück die Scheußlichkeiten, die sie erdulden musste, bevor sie einen ihrer Peiniger hinrichtete. Alles scheint in enger Verbindung zu stehen mit dem Fall der getöteten Tierschützerin, die sich darauf spezialisiert hatte, die Betreiber von Schlachttiertransporten massiv unter Druck zu setzen.
Doch damit nicht genug: Der ungläubige und zutiefst schockierte Leser wird von der Autorin mit Dingen von unvorstellbarer Scheußlichkeit konfrontiert, von denen "Crush Videos", bei denen kleine Tiere (zum Ergötzen vor allem von Fußfetischisten) zu Brei zerstampft werden, noch nicht das Schlimmste sind.
Zutiefst gepeinigte und verstörte Menschen, Missverständnisse und das Unvermögen zu helfen oder auch nur Schlimmeres zu verhindern, Konflikte auf allen Ebenen prägen eine Handlung, die hart, heftig und gnadenlos den Finger in eine Wunde legt, vor der die meisten (aus Unkenntnis oder Ekel) die Augen fest verschließen.
Actionreiche Verfolgungsjagden und ein atemberaubendes Finale ergänzen einen Roman, dessen Ende alles andere als "Happy" ist und das beim Leser kein wirklich gutes Gefühl zurück lässt. Was der Qualität des Buches allerdings keinen Abbruch tut und sich in jedem Fall mit dem Wunsch paart, Alexa Levin möge diesem Erstling weitere Krimis für Erwachsene folgen lassen (ohne darob ihre hervorragenden Kinder-Rätselkrimis zu vernachlässigen, die zwar ebenso offen über herrschende Missstände berichten, aber zum Glück meist ein versöhnliches Ende haben).

Miss Sophie

 

Gastrezension(en):


Name: Harry
Email: footharry@gmx.net
Datum: 19.11.2005 (13:10)

ich bin Fufetischist und stelle hiermit fest, dass nur eine ganz kleine Minderheit von uns auf "Crush-Videos" steht, vor allem wenn es um Lebewesen geht. Die meisten Fufetis mgen halt Frauenfe wie andere eben Busen oder Po! ich kann mich an Tierqulerei nicht "ergtzen"!