Das Buch direkt bei Amazon bestellen Friedrich Ani
Idylle der Hyänen

(1. Band Polonius Fischer)
dtv TB
ISBN 978-3-423-21028-7

Vernehmung unterm Kruzifix - Anis neue Romanreihe mit einem ungewöhnlichen Kommissar: Polonius Fischer, ehemaliger Mönch.

Wegen eines Unwetters haben sich zwei Jungen zum Fußballspielen in die Tiefgarage eines Hochhauses geflüchtet. Dort machen sie eine grauenvolle Entdeckung: In einem Kellerabteil finden sie eine tote Frau in einem grünen Sommerkleid.
Auf den ersten Blick scheint es ein Mordfall zu sein wie jeder andere. Aber den behutsam vorgehenden Ermittlern fehlt lange jede Spur vom Täter, denn in der unpersönlichen Atmosphäre des Wohnsilos hat niemand etwas bemerkt.
Der Zufall und die Farbe grün führen endlich zu einer heißen Spur. Doch dann geschieht ein weiteres Verbrechen ...

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Rezension:
Mit Spannung erwartet und schon nach so kurzer Wartezeit ist er da: Ein neuer Kriminalroman nach der hervorragenden Süden-Reihe, die jetzt abgeschlossen ist.
Ani hat einen neuen Kommissar entworfen: Polonius Fischer, ein ehemaliger Mönch, der jetzt die Münchner Mordkommission leitet. Seine zwölf untergebenen Kommissare und Kommissarinnen werden im Polizeipräsidium die zwölf Apostel genannt.
Natürlich sind Fischers Ermittlungsmethoden ungewöhnlich und auch viele philosophische Fragen werden ausführlich behandelt - Fragen nach Schuld und Sühne, danach, ob Selbstmord tabu ist und wie es mit dem Glauben an Gott steht etc. Vor diesem Hintergrund sollen "Jesus und seine Jünger" zwei brutale Todesfälle aufklären.
Ani hat auch eine neue Schreibweise ausprobiert: Wenn Fragen im Kommissarteam auftauchen, wenn es etwa darum geht, wo das verschwundene Kind abgeblieben ist, wird im Anschluss sofort aus der Perspektive des Kindes erzählt.
So finden sehr viele Perspektiven Eingang in die Geschichte, fast jeder darf seinen "Senf" abgeben, machen das Lesen mühsam.
Auch nervt das Guruhafte dieses Polonius Fischers mit der Zeit.
Vielleicht schreibt sich Ani mit diesem Buch erst ein.
Vielleicht musste er auch in zu kurzer Zeit ein neues Buch liefern. Die Rezensentin vermisst jedenfalls die Sprache des Kommissars für Vermissungen!

K. Ara