Jean Marcy
Kreuz-Königin
Originaltitel: "Cemetery Murders"
Meg Darcy arbeitet in der Security-Firma ihres Onkels, und dieser Fall beginnt als Gefälligkeit: Freundin Ann bittet Darcy, bei der Suche nach ihrer Alzheimer-kranken Tante zu helfen.
Rezension:
"Kreuzkönigin" ist ein anspruchsvoller Krimi, der nicht nur unterhält sondern Fragen aufwirft, die nur der Leser für sich beantworten kann.
Faszinierend ist die Entwicklung, die die Romanheldin Meg durchlebt: Sie verändert sich von der unterwürfigen Möchte-Gern-Geliebten hin zur selbständigen beziehungsfähigen Frau, die an Weitblick und Orientierung gewonnen hat.
Eva May
(1. Band)
aus dem Amerikanischen von Kathrin Jurgenowski
Argument Verlag TB
ISBN: 978-3886198894
Dann aber zeigt sich: Die Tante wurde erdrosselt!
Nun will Ann, dass Darcy persönlich auf Mörderjagd geht. Auf den Friedhöfen von St. Louis wurden in jüngster Zeit drei Leichen gefunden allesamt ermordete obdachlose Frauen.
Darcy registriert mit Unbehagen, dass dieser Serienmörder die Polizei von Saint Louis anscheinend überfordert. Oder fehlt den Opfern die Lobby, die die Ermittlungen vorantreiben könnte?
In ihrem ersten Fall lechzt Meg Darcy nach der eiskalt-schönen Polizeiermittlerin Lindstrom, die für diesen Fall zuständig ist, entdeckt das verblüffende Recherchetalent ihrer Sekretärin und findet schließlich eine heiße Spur zum Friedhofsmörder von Saint Louis ..
Wen kümmert es, wenn Obdachlose verschwinden? Oder wenn alte, kranke Menschen ermordet werden? Meg Darcy nimmt den Auftrag, nach Tante M. zu suchen nicht zuletzt deshalb an, weil diese gleich zwei gesellschaftlichen Randgruppen angehört: Die alte Dame ist eine homosexuelle Alzheimerpatientin.
Als sich herausstellt, dass Tante M. ermordet wurde, und dass der Fall in die Zuständigkeit der Ermittlerin Sarah Lindstrom fällt setzt Meg Darcy alles daran, den Fall selbst zu lösen und gleichzeitig Lindstrom näher zu kommen und das Eis der kalten Schönheit endlich zu brechen.
Kümmert es uns wirklich, was für Sorgen und Nöte obdachlose Menschen haben?
Und wie ist das mit der Toleranz gegenüber Homosexuellen?
Die Ich-Erzählsituation schafft Nähe und Intimität. Man möchte Meg gratulieren. Und das nicht nur, weil sie den Mord letztendlich aufklärt.

