Das Buch direkt bei Amazon bestellen Beatrix Gurian
Dann fressen sie die Raben

Arena Klappenbroschur
ISBN 9-783-401-06683-7
(ab 14 Jahren)

Nach dem vermeintlichen Selbstmord ihrer Schwester fühlt sich Ruby permanent beobachtet und verfolgt.
Jemand steckt ihr das Foto eines toten schwarzen Jungen zu. Warum und was hat das mit den rätselhaften Andeutungen ihrer Schwester zu tun, die um ihr Leben kämpft?
Die Polizei hält alles nur für einen schlechten fremdenfeindlichen Scherz. Doch dann steht Ruby plötzlich ihrem Verfolger gegenüber.

Rezension:
Im Märchen gibt es entweder Schwestern, die sich herzlich lieb haben (Schneeweißchen und Rosenrot beispielsweise) oder solche, die sich bis aufs Blut hassen (so wie die bösen Stiefschwestern von Aschenputtel).

Bei Ruby und Lina ist die Sache komplizierter. 17 und 18 Jahre alt sind sie, drei Jahre schon lebt jede bei einem anderen Elternteil, die "kleine" im Allgäu bei Papa, die große bei der Mutter und deren neuem Mann (nebst Bruder) in München.
Lina ist all das, was Ruby sich wünscht: Selbstsicher, erfolgreich, beliebt, schön.
Ruby ist die Schlaue, die sich bei "Jugend forscht" mit Ruhm bekleckert, aber nicht so leicht Freundschaften schließt.
Und es ihrer Schwester wahnsinnig übel nimmt, dass diese ihr ein Jahr zuvor den Freund ausgespannt hat.

Plötzlich jedoch ist alles anders: Nach einem Selbstmordversuch liegt die große Schwester im Koma. Vorher allerdings konnte sie Ruby noch ein, zwei Sätze mitteilen, die diese zur Überzeugung bringen, dass mehr hinter der Sache steckt, als der Wunsch, sich das Leben zu nehmen.
Da trifft es sich gut, dass die 17jährige für die Zeit, in der Lina im Krankenhaus liegen wird, in deren Schule gehen und bei der Mutter wohnen kann.

Dann wird es unheimlich und spannend wie in den Krimis, von denen die Protagonistin schon fast viel zu viele gesehen hat: Schritte im Keller, unsichtbare Gestalten, ein Jemand, von dem nicht klar wird, WER er ist, dessen Verzweiflung aber ganz offensichtlich zu Tage tritt, geheimnisvolle Andeutungen von den Klassenkameraden, Hinweise auf einen Freund der Schwester, den aber niemand kennt...

Auf der Treppe wird Ruby niedergeschlagen und weiß nicht warum.
Und es bleibt nicht bei diesem einen Angriff - je tiefer das Mädchen in eine Sache hineinrutscht, bei der sie ebenso wenig wie die Leserschaft weiß, worum es eigentlich geht, umso deutlicher wird, dass ihr hier jemand ans Leder will, der sich nicht darauf beschränkt, "kleine Mädchen zu erschrecken"...

"Dann fressen sie die Raben" macht sprach- und atemlos.
Längst vorbei die Zeiten, in denen Krimis für Jugendliche vor allem von Illusionen und Phantasieängsten geprägt wurden. Der vorliegende Roman unterscheidet sich ausschließlich dadurch von einem Buch für Erwachsene, dass die Figuren jung und ihre Sprache, ihre Lebenswelt, ihre Interessen altersgerecht sind.
Alles andere ist beste Thrillerkost, bei der aus jeder Seite Verdacht kriecht: Niemandem kann man mehr trauen, hinter jeder Ecke lauern Verrat und Verderben. Und der Leser wird auch in emotionaler Hinsicht nicht geschont - da ist nichts weichgespült, da wird gelitten und gestorben.
Kurzum: Beste Unterhaltung für anspruchsvolle Krimifans jeden Alters.

Miss Sophie

 

Gastrezension(en):


Name: Caro Weilemann
Email: rosenprimel@t-online.de
Datum: 2.5.2012 (8:37)

kann der Krimi-Forum-Rezi nur zustimmen. Jeder Seite erzeugt Gnsehaut. Mich hat die Geschichte ein ganzes Wochenende in Atem gehalten.


Name: Paulina
Email: paulina.schiefer@googlemail.com
Datum: 16.5.2012 (8:22)

Ich kann ebenfalls nur sagen: TOP. Ich lese das Buch gerade selber und bin schon ganz gespannt wie es weitergeht! Ein wirklich wunderbares Buch was jeder Lesefan kennen sollte ;)


Name: lalathrillaaa
Email: annikabirkholz@t-online.de
Datum: 25.7.2012 (18:38)

Ein wirklich fantastisches Buch- Mein Lieblingsbuch!!! Die Geschichte und die Hintergrundgeschichte sind spannend, und die Personen scheinen anders, als es am Ende heraus kommt. Super!!!


Name: juju
Email:
Datum: 1.12.2012 (19:57)

einer der allerallerbesten Thriller, die ich je gelesen habe. Man durchblickt wirklich nichts (im Positiven Sinn!!). Vor allem erfhrt man ersten auf den letzten paar Seiten, wer Lina umgebracht hat.