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Serienfigur Helen und Peter Shandy
Original: Something the Cat Dragged in
Ihr Untermieter war nicht in seinem Zimmer. Sein Bett war völlig unberührt. Dies konnte sie mit Bestimmtheit sagen, denn sie hatte erst gestern die Laken gewechselt und es frisch bezogen.
Rezension:
Es ist letztendlich gar nicht so einfach zu beschreiben, worin der besondere Reiz des Romans liegt. Das Erzähltempo ist geruhsam, die handelnden Figuren eher schablonenhaft: sei es Fred Ottermole, der etwas trottelige aber stets bemühte Ortspolizist, Professor Ungley, der verschrobene emeritierte Lehrer vom örtlichen College (der aber als erstes Mordopfer zugegeben ohnehin einen kürzeren Auftritt hat), die beiden Kandidaten für das Abgeordnetenmandat: einer ehrlich, spröde und fast ein wenig naiv, der andere eloquent, schmierig und skrupellos, Ruth Smuth, der Vamp aus der Stadt, oder Shandy, Professor am Balaclava College und stadtbekannter Amateurdetektiv, der die Ermittlungen vorantreibt. Letztendlich ist sogar der Schluss absehbar: wie Shandy entdeckt, dass Professor Ungley bei seinem spannenden (letzten) Vortrag über Federmesser im Clubhaus der Balaclava Society ... aber halt, es soll an dieser Stelle doch nicht zuviel verraten werden.
Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus der malerischen, sehr bildhaften Erzählweise, dem ironischen Witz besonders der Hauptfigur, dem überschaubaren Umfeld, in dem sich der Leser (vielleicht gerade wegen der typisierten Figuren?) sofort Zuhause fühlt: im Ergebnis bleibt eine kurzweilige Lektüre, die auch für Krimieinsteiger, S-Bahn-Fahrer oder Wenig-Leser bestens geeignet ist.
Rainer
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