|
Original: Lionboy
Charlie kann es nicht glauben: Als er von der Schule nach Hause kommt, sind seine Eltern wie vom Erdboden verschluckt. Entführt. Die einzigen Hinweise erhält Charlie von der Nachbarskatze. Denn Charlie hat eine besondere Gabe: Er spricht die Katzensprache Katz. Die Suche nach seinen Eltern führt ihn an Bord eines riesigen Zirkusschiffes. Es ist auf dem Weg nach Paris, um dort seine berühmte Show zum Besten zu geben.
Übrigens: Dieser Roman - in Großbritannien ein Bestseller - wurde bereits in mehr als 30 Länder verkauft und Steven Spielbergs Produktionsfirma Dreamworks hat die Filmrechte erworben.
Neugierig geworden? Dann besuchen Sie doch die vom Hanser-Verlag liebevoll für diesen Titel gestaltete Seite www.lionboy.de. Dort erhalten Sie mit einer Schnitzeljagd und diversen Spielen einen ausgezeichneten Vorgeschmack auf den wirklich spannenden ersten Band einer viel versprechenden Trilogie.
Rezension:
Das verstehen Sie nicht?
Und hier ist auch schon der Kern- und Angelpunkt der ganzen Geschichte, einer wunderbaren Trilogie für Kinder und Erwachsene jeden Alters: Denn aus zunächst noch sehr unklaren Gründen wurden die Eltern des zehnjährigen Protagonisten Charlie - hochkarätige Wissenschaftler - entführt und bevor ihm noch das selbe Schicksal widerfahren kann, macht sich der clevere Junge auf die Suche nach Mama und Papa.
Um eine richtig "schöne neue" Welt handelt es sich dabei allerdings nicht wirklich: Wir erfahren, dass die Rohstoffe knapp geworden ist, viel zu viele Kinder an Asthma erkranken und auch aus diesem Grund Autos "rationiert" wurden. Auch Flugzeuge fliegen nicht mehr und Obst wird schon lange nicht mehr von einem Land ins andere importiert. Darüber hinaus lernen wir, dass es ein geheimnisvolles Imperium gibt, das über der Regierung steht.
Wie er sich zurechtfindet - in einem Zirkus mit Affen, Zebras, italienischen Klettergenies und einer Dame mit dem "schönsten, lockigsten und weichsten Bart der Welt", stets auf der Hut vor seinen Verfolgern und gleichzeitig darauf bedacht, die Spur seiner Eltern nicht zu verlieren, dabei am Ende gar unterstützt von ein paar echten Löwen - das ist so spannend, atemberaubend und gleichzeitig anrührend, dass man, sobald man das Buch in einem Rutsch verschlungen hat, gleich noch einmal von vorn beginnen möchte, um die Zeit bis zum zweiten Band nicht zu lang werden zu lassen.
Alles in allem darf man also diesen Erstling von "Zizou Corder" - Pseudonym der englischen Journalistin Louisa und ihrer zehnjährigen Tochter Isabel Young (deren Vater ebenfalls aus Ghana stammt) - als rundherum gelungen betrachten und als Empfehlung nicht nur für eine jugendliche Leserschaft.
Ach so:
Miss Sophie
| |