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Original: Murder at the Nightwood Bar
Auf dem Parkplatz hinter einer Lesbenbar wird eine junge Frau erschlagen aufgefunden. Für Kommissarin Kate Delafield nimmt lange Verdrängtes von neuem Gestalt an.
Rezension:
Detective Kate Delafield am Tatort eines brutalen Mordes: Dory Quillin, eine 19-jährige junge Frau, liegt mit eingeschlagenem Schädel hinter der Nightwood (Lesben-) Bar. Es gibt weder Zeugen noch Spuren.
Auf der Suche nach Verdächtigen und Mordmotiv tun sich vor Kate Abgründe der (Un-)Menschlichkeit auf: Dorys Eltern haben vor Jahren mit ihr gebrochen, weil sie weder den (fraglichen) Moralvorstellungen des Vaters (was sollen die Nachbarn denken?), noch dem fanatischen Religionsverständnis der Mutter gerecht werden konnte.
Kate, die Romanheldin, erlebt eine positive Entwicklung im Verlauf der Geschichte: Aus Scheu und Angst vor den Zeigefingern der Öffentlichkeit hält sie ihre eigene Homosexualität lange geheim. Bis sie einen großen Schritt ins Leben macht. Und der Leser begleitet sie ein Stück.
Katherine V. Forrest nimmt den Leser an die Hand und bringt ihm so manches nahe, wovor er im Alltag gerne die Augen verschließt: Homosexualität und die ablehnende Haltung der Gesellschaft, und Misshandlung und sexueller Missbrauch von Kindern.
Kritisiert wird in dieser Geschichte auch falsche Frömmigkeit, verkörpert durch die Mutter der Toten: Was ist aus Liebe zu Gott alles gerechtfertigt, und was ist überhaupt Liebe zu Gott?
Dieses Buch vergisst nicht, wer es einmal gelesen hat. Trotz des "harten" Stoffes sehr empfehlenswert!
Eva May
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