|
Original: Originaltitel: Solstorm
Im schwedischen Kiruna sind die Winter dunkel und klirrend kalt.
Rezension:
So direkt wie die Steueranwältin Larsson ihre Leser schon gleich zu Anfang packt, hat sie sie auch den Rest der 345 phänomenalen Seiten im Griff. Da geht niemand auf Distanz, da muss man einfach mit.
Faszinierende Frauenfiguren tummeln sich in dieser packenden Geschichte:
Und wir lesen über Männer, die wir nicht dringend persönlich kennen lernen wollen würden … und von denen der durchgeknallte Psychopath nicht der Schlimmste scheint … Zumindest wenn man dieses unglaubliche Ekelpaket von stellvertretendem Oberstaatsanwalt betrachtet: Eingebildet, selbstgefällig und ein Typ von dem man bereits nach den ersten Sätzen weiß, dass er es garantiert versemmeln wird – egal worum es sich handelt!
Auch werden die wenigsten von uns scharf sein auf einen Arbeitsbeginn morgens um vier und erste geschäftliche Telefonate um fünf vor halb fünf … Und sicherlich ebenso wenig auf die schmerzhafte Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, wie sie hier die Protagonisten erleben müssen; obschon sich dieser Prozess im Endeffekt als befreiend herausstellt.
Es steht eine Menge drin, in diesem Erstling einer zweifachen Mutter, der nicht nur mit einem klug ausgedachten Plot aufwartet, sondern anrührend, menschlich, an den richtigen Stellen mit lakonischem Witz gespickt und zum Ende hin supersuperspannend ist.
Ein richtig guter Roman also – der zu Recht als bestes Krimidebut Schwedens ausgezeichnet wurde und dem hoffentlich noch viele weitere Titel derselben Machart folgen werden.
Miss Sophie
Gastrezension(en): Name: SilkeS.
Der erste Fall um die Steueranwältin Rebecka Martinsson.
Mir wurde das Buch von meiner Schwester, die sehr auf nordische Krimis steht, empfohlen.
Der Einstieg ziemlich schlimm, denn es wird eine verstümmelte Leiche gefunden und die Autorin spart auch nicht ans Details.
Im doch bereits nach Beginn des ersten Kapitels macht sich sehr spürbar der Charakter der viele skandinavische Krimis prägt bemerkbar.
Wortkarge Charakater, etwas eigenartige Wortwechsel und teilweise nicht nachvollziehbares Benehmen.
Die Spannung läßt in diesem Buch ziemlich lange auf sich warten, aber interessant fand ich an dem Buch, daß der Krimi eigentlich von zwei Personen parrallel gelöst wird.
Da ist einmal die Steueranwältin Rebecka Martinsson, die von der Schwester des Opfers um Hilfe gebeten wird und ursrpünglich aus der Glaubensgemeinschaft stammt und dann ist da die hochschwangere Polizeiinsptekorin Anna-Maria Mella, die eigentlich zum Schreibstischdienst verurteilt ist, aber deren Neugierde bei diesem Fall geweckt wird.
Der Plot ist meiner Meinung nicht ganz astrein umgesetzten, sich mir der Eindruck aufdrängte, daß die Autorin bei den vielen Handlungssträngen und persönlichen Schicksalen irgendwie ins Schwimmen gekommen ist.
Das Ende wurde für meine Verhältnisse auch nicht verständlich ausgeführt.
Mir fehlt ein wenig das WARUM???
| |