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Alpen-Krimi
Bei einem Konzert in einem idyllischen bayerischen Alpen-Kurort stürzt ein Mann von der Decke ins Publikum - tot. Und der Zuhörer, auf den er fiel, auch.
Der Roman wurde mit dem „Bloody Cover 2010“ – 3. Platz ausgezeichnet.
Rezension:
Die Szene ist, obschon eigentlich tragisch und unappetitlich, brüllend komisch: Ein Mord in einem ausverkauften Konzertsaal setzt Dutzende und Aberdutzende von "Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt" murmelnde Gestalten in Richtung Opfer in Bewegung ...
Und das ist erst der Anfang - der nur ansatzweise erahnen lässt, zu welch abstrusen und gleichzeitig in sich ausgesprochen logischen, durch und durch unterhaltsamen, vor allem aber auch spannenden Handlungskapriolen der Autor fähig ist.
Schon allein die Protagonisten, angefangen von Polizeihauptkommissar Hubertus Jännerwein, der mit seinen 48 Lenzen bisher noch jeden Fall gelöst hat, über Ursel und Ignaz, die beiden Bestatter mit dem dunklen Geheimnis, nicht zu vergessen, Karl Swoboda, den Mann mit den vielen Eigenschaften, und all die diversen Vertreter von diesseits und jenseits des Gesetzes ... sind jeder für sich fast abendfüllend.
Und doch ist der Roman nicht überfrachtet - was anderen Autoren leider häufig passiert, wenn sie es mit der humoristischen Seite ihrer Werke gar zu gut meinen, aber leider vergessen, zwischen den Pointen auch Inhaltliches zu platzieren.
Etwa wenn die polizeilichen Befragungen bei der lautmalerische Beschreibung des Tathergangs durch die Zeugen ein eindeutiges "phfump" ergibt ("Der Laut klang so, als ob man mit einer Spitzhacke in einen gefüllten Kartoffelsack schlägt") ...
... dann sind die Dialoge zwar ebenso brillant wie die Situationen, in denen sie gesprochen werden - und doch reißt der Spannungsfaden zu keinem Zeitpunkt ab.
Einen der stärksten Momente überhaupt hat das Buch zweifelsohne in jener Passage, als der Protagonist in eine so lebensbedrohliche Situation gerät, dass nur die Aussicht auf weitere 65 Seiten bis zum Buchende den Leser auf eine Last-Minute-Errettung-vor-dem-sicheren-Tod hoffen lässt.
Alles in allem kann ist Föhnlage - auch für Amerikaner, Japaner und sogar Preußen - einer jener Kultkrimis, bei denen die Kenntnis des wahren Sachverhalts und des überraschenden Endes das Lesevergnügen fast gar nicht schmälert, weil auf diese Weise beim zweiten oder dritten Durchgang mehr Zeit und Muße bleiben, die kleinen humoristischen Perlen am Wegesrand (pardon, in den einzelnen Kapiteln), jede für sich und alle gemeinsam genüsslich auszukosten.
Aber das Schönste wäre doch, wenn das Nichtraucher-Team um Jännerwein bald wieder einmal für eine Rauchpause vor die Türe gehen könnte ... und dem Leser gestattet wäre, sich hinzuzugesellen ...
Miss Sophie
Gastrezension(en): Name: grunwald
Lieber Jörg Maurer!
Hab´Ihren Krimi zu Ende gelesen, es hat sich gelohnt! Kompliment! Hat etwas Leichtes an sich, einiges an Humor und bayerischen Charme. Passt! Das Einzige, was auf die Dauer zumindest mich genervt hat, war der "Stier" zu Beginn jeden Kapitels! Name: Leseratte79
Spannende Handlung, gut recherchiert und urkomische Details aus dem oberbayerischen Alltag. Man merkt einfach, dass Jörg Maurer in diesem beschriebenen Alpenkurort lebt. Im Übrigen ganz genau so wie das von ihm beschriebene Ehepaar Grasegger.
Wer sich selbst davon überzeugen will, ich hab da was gefunden: http://www.oberlandguide.de/oberlandreport/46-unterwegs-im-oberland/129-foehnlage-in-garmisch-partenkirchen.html
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