Das Buch direkt bei Amazon bestellen Carolyn Haines
Wer die Toten stört - Sarah Booth Delaneys erster Fall

Original: Them Bones
Bastei Lübbe TB
ISBN 3-404-14462-7

Keine Frau mit Selbstbewusstsein würde es so weit kommen lassen wie Sarah Booth: Unverheiratet, ohne Arbeit und über 30, steht sie kurz davor, Dahlia House, den angestammten Familienbesitz, zu verlieren.
Und dann schlittert sie auch noch in einen handfesten Mordfall: Nach über 20 Jahren kehrt Hamilton Garrett V. in seine Elternhaus zurück, wo er als Kind seine Mutter getötet haben soll.
Hat er es tatsächlich getan?
Und ist es vernünftig, dass Sarah sich in den mutmaßlichen Mörder verliebt?
Als sie zu viele Fragen stellt und eine weitere Leiche auftaucht, wird sie plötzlich selbst zur Verdächtigen - und muss feststellen, dass derjenige, der die Toten stört, sehr schnell mit einem Fuß im Grabe steht.

Rezension:
Sarah Booth Delaney ist eine junge alleinstehende Frau der besseren Gesellschaft der amerikanischen Südstaaten der Gegenwart. Verarmt und ohne Familie versucht sie mit Hilfe des Hausgeistes Jitty den Familienbesitz finanziell zu halten.
Auf der Suche nach Geldquellen kommt sie eher zufällig zu dem Job als "Privatdetektivin" und rührt eine lange zu den Akten gelegte Mordsache neu auf. Dass sie sich dabei in den Hauptverdächtigen verliebt überrascht nicht.
Schwierig gestaltet sich zu Beginn des Buches für den Leser der Einblick in die Regeln und Gewohnheiten der High Society der Südstaaten.
Etwas mühsam liest man sich in die diffizilen privaten Umstände um die Person der Sarah Booth Delaney ein, um dann in eine an Spannung stetig zunehmende Geschichte über Mord, Intrigen, Liebe, Leidenschaft und Mystik einzutauchen, aus der man sich kaum lösen kann.
Das Buch endet mit einer äußerst überraschenden, dennoch nicht unplausiblen Wendung.
Auch wenn die Existenz des Hausgeistes Jitty die Geschichte leider unglaubwürdig macht - wer glaubt schon wirklich an Geister - gibt sie der Story eine durchaus humorvolle Seite.
Fazit: Da dies der erste Band einer neuen Reihe zu sein scheint, kann man bei den folgenden Bänden eine Steigerung erwarten, da die etwas sehr langatmige Einführung in das Leben der Titelheldin dann nicht mehr notwendig sein sollte und die eigentliche Handlung gleich beginnen kann.

Leia

 

Gastrezension(en):


Name: Ulrike
Email: andreas.just@gmx.at
Datum: 10.8.2003 (23:09)

Carolyn Haines gehrt zur neuen Generation von Krimiautorinnen und ihr Schreibstil ist zugegeben unkonventionell. Als ich ihre Bcher las, dachte ich bei mir, endlich kein Einheitsbrei mehr. Ich liebe diese Frau und ich hoffe, da sie noch viele Geschichten schreibt, die sich um Sarah Booth, Harold und Co. ranken.