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Eine Reihe betrüblicher Ereignisse: Der schreckliche Anfang

Bereits früher erschienen als: Der schlimme Anfang / Der Alptraum am Anfang
(1. Band)
Original: A Series of Unfortunate Events – The Bad Beginning
Aus dem Amerikanischen von Klaus Weimann
Mit Fotos / Illustrationen von Brett Helquist
Manhattan gebunden
ISBN 3-442-54579-X
(ab zehn Jahre)

Zu Beginn ihrer traurigen Odyssee kommen die Baudelaire-Kinder in das düstere Haus von Graf Olaf, einem entfernten Verwandten der Kinder, der sich bald als ekliges Scheusal und einer der sechs schlimmsten Bösewichter der Welt entpuppt.
Die hässlichen, kratzigen Kleider, die Violet, Klaus und Sunny tragen müssen, und der kalte, klumpige Haferbrei, den sie zum Frühstück serviert bekommen, sind Kleinigkeiten verglichen mit dem perfiden Plan, den Graf Olaf und seine scheußlichen Kumpane ausgeheckt haben.
Um sich das Vermögen der Kinder unter den Nagel zu reißen, nehmen sie die kleine Sunny als Geisel. Damit wollen sie Violet dazu zwingen, einer Heirat mit Graf Olaf zuzustimmen.
In ihrer Not müssen die Kinder all ihre Talente mobilisieren, und nur mit Hilfe von Klaus’ Belesenheit (er hat schon die halbe Bibliothek seines Vaters gelesen, und die war groß), Violets erfinderischem Genie und Sunnys Gabe, die Schurken im richtigen Moment zu beißen, gelingt es ihnen in letzter Sekunde, Graf Olafs Plan zu vereiteln.
Aber Graf Olaf kann entkommen …

Ausführliche Informationen zur – auf dreizehn Bände angelegten – Serie, Spiele, E-Cards und natürlich Leseproben und Infos aller Art zum Autor und zum Film finden sich auf der akustisch, optisch und auch sonst überwältigenden Seite www.lemonysnicket.de.

Rezension:
Wie empfehlenswert kann ein Roman sein, bei dem der Autor auf dem Klappentext explizit darauf hinweist, dass die Geschichte, um die es geht, schrecklich ist und keineswegs ein Happy End findet?
SEHR empfehlenswert!
Der Anfang ist schaurig genug: Gleich im ersten Kapitel werden drei Kinder Vollwaisen und ihr Heim geht dabei auch noch in Flammen auf. Und wie es sich in einer Serie, die das Prädikat "dramatisch" auch nur ansatzweise verdient, gehört, landen die Kids bei einem höchst eigenartigen Onkel, dessen Erscheinung und Wesen kaum einen Zweifel an seinen Absichten lassen. Er will ans Erbe - die zwei Mädchen und der kleine Junge sind ihm dabei nur Mittel zum Zweck; und sollen, sobald das Ziel erreicht ist, beseitigt werden.
Und so leiden die Leser mit, wenn die bedauernswerten Kinder kärgliches Essen, und schwere Arbeit ertragen, nachts abwechselnd in einem einzigen Bett schlafen und sich sogar schlagen lassen müssen.
Die Spannung steigt bei jeder weiteren ungeheuerlichen Tat, mit der der finstere Anverwandte und seine fiesen Freunde ihre düsteren Machenschaften in die Tat umsetzen wollen und die Entrüstung ist groß, wenn das Scheusal vor Entführung und Drohungen aller Art nicht zurückschreckt.
Mit der Kavallerie möchte man dazwischengehen - aber das geht natürlich nicht; und dass alle Nebenfiguren, die das Schicksal der Waisen in irgendeiner Weise noch ins Positive verkehren könnten, ebenfalls handlungsunfähig sein (aus Unkenntnis oder Unfähigkeit heraus) macht die Sache nicht wirklich besser.
So unausweichlich ist die Situation, und so hoffnungslos, dass der Leser in der Tat unendlich frustriert sein könnte - wenn, ja wenn da nicht die Gewissheit wäre, dass die Hauptpersonen einer auf dreizehn Bände angelegten Serie mit Sicherheit die Auftaktfolge überleben werden.
Zusätzliche Erleichterung für angespannte Leserseelen schafft die Tatsache, dass das Ambiente, in dem die Geschichte spielt, mit keiner gewohnten Umgebung vergleichbar ist. Das Land ist nicht näher bezeichnet, nur soviel steht fest: Autos, Straßenbahnen und Pferdekutschen bevölkern die namenslose, dreckige, geschäftige Stadt, in der die Kinder leben.
Doch weit gefehlt, wer nun annimmt, diese Lektüre sei "leichte Horror-Kost" für Konsumkids: Der Text ist gespickt mit Worten und Wendungen, die weit über die normale Umgangssprache Zehnjähriger hinausgeht. Was deren Lesevergnügen keinen Abbruch tut, werden doch kindgerechte und pfiffige Erklärungen gleich mitgeliefert.
Alles in allem also eine Serie, die zwar nichts für zartbesaitete Seelen sein mag, aber als köstlicher, teuflischer Spaß mit Anspruch uneingeschränkt empfehlenswert für alle Leser (groß und klein), die die Nase voll haben von "Friede-Freude-Eierkuchen"-Romanen.

Miss Sophie

 

Gastrezension(en):


Name: Roxana
Email: roxanakoehler@dokom.de
Datum: 19.8.2005 (15:01)

Der erste Band ist zum heulen und man ist dazu gezwungen den nchsten Band eben zu lesen. Jeder Band ist super,aber beim ersten Band gehtesmit den ersten 3.Zeilen gleich richtig zu Sache!!!!!!!! Einfach Klasse!!!!!!!!!