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Schauriger Schlamassel: Das düstere Dorf

zunächst erschienen als: Das Dorf der schwarzen Vögel
Die schaurige Geschichte von Violet, Sunny und Klaus
(7. Band)
Original: A Series of Unfortunate Events - The Vile Village
Beltz & Gelberg TB
ISBN 3-407-78618-2
(ab zehn Jahre)

Hier landen die Baudelaire-Geschwister in einem Dorf, das gruseliger nicht sein könnte: Ein riesiger Schwarm von Krähen belagert die Straßen und Gebäude, die Menschen tragen Krähenhüte und die Mitte des Dorfes ziert ein gewaltiger Krähenbrunnen.
Kein Wunder, dass Graf Olaf an diesem unheimlichen Ort auftaucht. Doch diesmal wird er entlarvt, woraufhin er Hals über Kopf flieht. Ob die Angst der Baudelaires vor dem fürchterlichen Graf Olaf nun endlich ein Ende hat?

Ausführliche Informationen zur - auf dreizehn Bände angelegten - Serie, ein Gewinnspiel in Form einer Fortsetzungsgeschichte, E-Cards und ein höchst amüsantes Interview mit dem Autor finden sich auf dieser Verlagsseite.

Rezension:
Poe, der Verwalter des Baudelaire-Vermögens ist aufgestiegen:
Zum Vize-Präsidenten für Waisen-Angelegenheiten.
Was besser ist, als für Münzgeld zuständig zu sein. Was aber andererseits absolut keinen Unterschied in Bezug auf das Schicksal der Waisen, ihre Unterbringung oder ihr Wohlergehen macht.
Denn leider empfindet es der ständig hüstelnde Bankmensch nicht als Christenpflicht, sich selbst um die bedauernswerten Kinder zu kümmern, sondern schickt sie hinaus aus der Stadt in ein Dorf, das von nun an kollektiv als Vormund tätig werden soll.
Klar, dass auch das ein Griff in die Klärgrube ist: Die mehr als 100 Bewohner, die von einem Ältestenrat mit höchst sonderbaren Hüten regiert werden, haben Violet, Sunny und Klaus nur zu sich geholt, damit diese sämtliche anfallenden (Haus-) arbeiten im ganzen Ort erledigen können.
Darüber hinaus gibt es Tausende von absonderlichen und absurden Regeln, die es in diesem speziellen Dorf zu beachten gilt - jeder Verstoß wird drastisch geahndet.
Der einzige Lichtblick in dem ganzen Schlamassel ist Hektor, der Gemeindearbeiter, bei dem die Kinder wohnen. Zum Unterschied zu allen bisher als Nebenfiguren aufgetauchten Personen (vielleicht mit Ausnahme der Richterin aus dem ersten Band und dem leider so schnell dahingeschiedenen Onkel aus dem zweiten) behandelt er die Drei wirklich wie Menschen, ist warmherzig, freundlich und bestrebt, ihre Neigungen und Wünsche aufzunehmen.
Weit gefehlt allerdings, glaubt man, dieser sympathische Mann sei ohne Furcht und Tadel - sein ganz persönlicher Pferdefuss ist eine unüberwindbare Schüchternheit gegenüber sämtlichen anderen Einwohnern der Stadt, was dazu führt, dass er in der Öffentlichkeit nicht für die Kinder eintritt. Selbst dann nicht, als sie in fast schon tödliche Gefahr geraten ...
Mit einem absoluten Knaller wird dieser siebten Band beendet, mit dem Autor Snicket, das alte Schlitzohr, wohl endgültig erreicht hat, dass die Begeisterung seiner Fans zur schieren Sucht mutiert. Das permanente Einflechten mysteriöser Andeutungen, die sich auf vergangene Untaten von Graf Olaf und seiner möglichen Verbindung zu den Baudelaire-Eltern beziehen, sorgt dafür, dass die Spannung ins fast Unermessliche steigt.
Der Leser will, ja muss herausfinden, was die kryptischen Hinweise in den Notizbüchern der Quagmeir-Drillinge bedeuten, ob diese ihre Freunde jemals wiedersehen und auf welche Weise letztere ihren Verfolgern entgehen werden.
Das vorliegende Buch, ja die ganze Serie, ist so gleichermaßen überzogen schaurig wie brüllend komisch, dass junge wie ältere Leser nur mit zwei möglichen Empfindungen reagieren können: Abscheu oder grenzenlose Begeisterung.
Nur die zweite Alternative kommt in Frage, falls Sie von skurrilen Szenen und Szenarien fasziniert sind, sowie brillante Feuerwerke an Ironie und Wortklauberei lieben.

Miss Sophie

 

Gastrezension(en):


Name: Robin Budelair
Email:
Datum: 31.3.2005 (16:10)

Ich finde die Bcher ganz toll, besonders wegen Graf Olaf. ich wei er ist der Bsewicht und seit er sogar mordet ist seine Beliebtheit natrlich gesunken. Aber dieser Mann erstaunt mich schon in seiner Fantasie und seinen Verkleidungen, und ich berlege immer, was er als nchstet vorhat.