Das Buch direkt bei Amazon bestellen Leonie Swann
Glennkill

Goldmann gebunden
ISBN 3-442-30129-7

Eines Morgens liegt der Schäfer George Glenn leblos im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Die Schafe von George sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum?
Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren.
Glücklicherweise hat George den Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Trotz vieler Missverständnisse kommen sie der Menschenwelt mit ihrer Schafslogik nach und nach auf die Schliche und verfolgen unerbittlich die Spur des Täters.
Zwischen Weide und Dorfkirche, Steilklippen und Schäferwagen warten ungeahnte Abenteuer auf Miss Maple und ihre Herde – bis es ihnen tatsächlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.

Der Roman wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis Krimipreis der Autoren 2006, Sparte Debut, verliehen von der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur DAS SYNDIKAT, ausgezeichnet

Das Cover platzierte sich auf Rang eins des "Bloody Cover 2006" Awards.

Rezension:
„Da draußen ist ein Wolf. Wir wissen nur nicht, wer er ist …Entweder ihr findet den Wolf oder er findet euch! … Alle Geschichten haben ein Ende! Es nützt nichts, das Buch in der Mitte wegzuwerfen, nur weil man etwas nicht versteht!“

Sagt Miss Maple, wahrscheinlich das klügste Schaf der Welt, als ihre Kameraden mitten in den Nachforschungen um den Tod des alten George die Segel streichen wollen. Und wie alles, was sie sagt, leuchten diese Worte der Herde ein und treiben sie weiter, bis alle offenen Fragen geklärt sind und wieder Frieden auf der Weide eingekehrt ist.
Tierische Ermittler sind nicht ganz so neu – neben zahlreichen Katzen und Hunden dürfen auch schon mal Exoten wie „Die Wanze“ ihre Spürnasen und Kombinationsgaben zum Einsatz bringen.
In der Regel jedoch zeichnen sich diese cleveren Vielbeiner durch ihr fast menschenähnliches Wesen, ihre Scharfsichtigkeit und Scharfzüngigkeit aus.
Die Protagonisten dieses Romans hingegen wollen nichts anderes sein als Schafe: Sie denken wie Schafe, benehmen sich wie Schafe (zumindest die meisten) und verstehen vom Leben der Zweibeiner gerade so viel wie man aus diversen Pamela-Liebesromanen und einem halb gelesenen Krimi lernen kann (das nämlich war die Unterhaltungslektüre, die ihnen der verstorbene Schäfer zukommen ließ).
Sie fressen lieber als dass sie nachdenken – und halten das vergessen alles Unangenehmen und Unerklärlichen für die praktikabelste Lösung sämtlicher Probleme der Welt.
Auf der anderen Seite sind sie als Team und in der Kombination ihrer Eigenschaften schier unschlagbar und fast prädestiniert, sich um die Lösung eines geheimnisvollen Todesfalles zu kümmern: Der eine ist mutig, die nächste ist schlau, einer hat ein Gedächtnis, das jeden Elefanten vor Neid erblassen lässt und der Leitwidder verfügt über die besten Augen.
Und alle sind sie Persönlichkeiten, die ihresgleichen suchen: Othello, der vierhörnige Schwarze, mit seiner aufregenden Zoo- und Zirkus-Vergangenheit. Keiner durchschaut so gut wie er die Tücke hinter trügerischer Freundlichkeit. Und in niemandem lodert eine so mächtige Wut, die gepaart ist mit der Bereitschaft, etwas zu wagen und Risiken einzugehen.
Oder Zora, das einzig weibliche Schaf mit Hörnern, das meditierend der Angst vor dem Abgrund trotzt und von ihrem Ausguck auf den Klippen aus viel mehr sieht als nur das Meer.
Und dann natürlich das verlorene Schaf und seine mysteriöse Rückkehr …
Die Schlussfolgerungen, die diese ungewöhnliche Herde aus dem was sie sieht, ziehen, sind ebenso clever wie bestechend einfach und selbst für sehr dumme Menschen, ohne den Weitblick der Schafe und ihren Geruchssinn, ausgesprochen einleuchtend.
Es ist faszinierend, was auf diese Weise nach und nach von den Beziehungen der Dorfmenschen untereinander zu Tage kommt.
Ham, der Metzger, die barmherzige Beth, der durchtriebene Gabriel und dann natürlich Gott …
Immer spannender wird es, während die Herde unter der kundigen Führung von Miss Marple den Dingen immer mehr auf den Grund geht.
Schließlich absolut unterreicht dann das Finale, bei dem die Schafe den Menschen ein Spektakel bieten, dass diese so schnell nicht mehr vergessen.
Das putzige Daumenkino von Richard Igel und Wiebke Rossa ist dabei nurmehr das Tüpfelchen auf dem „i“, das diesem ungewöhnlichen, hintergründigen, dabei packenden Lesevergnügen der besonderen Art noch den letzten Schliff gibt.

Miss Sophie

 

Gastrezension(en):


Name: Dani
Email: dani.weissenbacher@chello.at
Datum: 7.11.2005 (21:19)

Ich finde das Buch sehr spannend und auch teilweise sehr lustig. Mir hat die teilweise etwas "verspielte" Art und Phantasie sehr gefallen und hoffe, das man von Leonie Swann noch mehr zu lesen bekommt. Auf alle Flle ist dieses Buch weiter zu empfehlen! :o)


Name: Nina
Email:
Datum: 2.2.2009 (16:52)

Ich habe mich in der Tat köstlich über den Anfang amüsiert! Der Wortwitz und die weltfremde Art der Schafe sind wirklich unschlagbar! Aber leider muss ich sagen, dass das Buch ab ungefähr der Mitte an Biss verliert und zäh wird. Außerdem bleiben am Ende ziemlich viele Fragen offen, was ich persönlich sehr schade finde, da das Buch ddadurch doch reichlich verwirrend wirkt.


Name: Jana
Email:
Datum: 22.4.2009 (14:03)

Ich fande "Glennkill" berzeugend, teilweise war es sehr witzig. Da ich viele verschiedene Bcher lese kann ich sagen das es eines ist was mich besonders begeistert hat. Gerade Othello hat mich sehr begeistert.Er ist anders, hat schon viel gesehen und ist auerdem sehr mutig. Ich wrde "Glennkill" aufjedenfall weiter empfehlen.