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Jack Taylor - Vol. 1

6 DVDs
Edel:Motion
EAN: 4029759086185

Bildformat: PAL 16:9 Widescreen
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Sprache: Deutsch
Format: DVD 5
Länge: 540 Minuten + Bonus (Interviews mit u.a. Stuart Orme (Regisseur), Ralph Christians (Produzent) und John Conroy (Kameramann)
FSK: 16

Der scharfsinnige Jack Taylor war früher ein engagierter Polizist, der hin und wieder gern zu tief ins Glas schaute.
Seit seinem Rausschmiss bei der irischen Polizei befasst er sich als Privatdetektiv mit Fällen, die amtliche Instanzen längst als unlösbar deklariert haben.

Mit unkonventionellen Methoden, einem Charme, dem besonders weibliche Zeugen häufig erliegen, und großer Dickköpfigkeit begibt er sich auf Spurensuche.
Die Region um Galway herum bietet düsteren Gestalten eine perfekte Kulisse für ihre kriminellen Machenschaften.
Taylors Fälle führen ihn in die finstersten Winkel der menschlichen Seele. Und weil seine „Operationszentrale“ eine Kneipe ist, blickt er seinen Dämonen täglich direkt ins Auge.

Weitere Informationen (u.a. Trailer und Details zu den Romanen) finden Sie auf www.jack-taylor.de

FOLGEN:

1: Der Ex-Bulle
2: Auge um Auge
3: Gefallene Mädchen
4: Königin der Schmerzen
5: Tag der Vergeltung
6: Das schweigende Kind

Rezension:
Die TV-Adaption der gleichnamigen preisgekrönten Bestseller-Romanen des Autors Ken Bruen rückt die "grüne Insel" in ein durchaus gemischtes Licht:
Auf der einen Seite die sanges-, trink- und auch schon mal prügelfreudigen Ureinwohner, deren Wohnzimmer nicht selten das Pub um die Ecke ist und die den Widrigkeiten des Lebens ihren Fatalismus und den unerschütterlichen Glauben daran, dass sich auch der Teufel überlisten lässt, wenn man es nur geschickt genug anstellt, entgegensetzen.
Auf der anderen Seite verschließen sowohl Bücher als auch die Verfilmung die Augen nicht vor den real existierenden Problemen, derer es auch und gerade unter den gottesfürchtigen Iren eine ganze Menge gibt:
Korruption auf sämtlichen Ebenen von Politik, Gerichtsbarkeit und Polizei, Wirtschaftsdelikte, Selbstjustiz, Drogenvergehen, sexueller Missbrauch hinter Klostermauern oder Kirchentoren, Vorurteile gegenüber Minderheiten ...

IainGlen

(Foto: ZDF/Martin Maguire)

Und mitten drin Jack Taylor.
Durchaus ein Mann der Worte und der Literatur, aber auch einer, der nicht lange fackelt, wenn es Zeit ist, die Fäuste sprechen zu lassen.
Dabei ist er alles andere als unmoralisch, ganz im Gegenteil. Denn der aufbrausende, aber im Grunde seines Herzens durchaus einfühlsame Herzensbrecher hat sehr genaue Vorstellungen von Recht und Unrecht.
Für die steht er ein - ungeachtet den daraus entstehenden Schwierigkeiten.

Gut, dass der Einzelkämpfer unterm Strich der bösen Welt dann doch nicht ganz allein die Stirn bieten muss: Dafür sorgen Polizistin Kate Noonan und der junge Cody Farraher, der sich mit ganz eigener Beharrlichkeit unentbehrlich macht.
Das Beste an diesem Film-Taylor ist aber natürlich die Besetzung.
Selten konnte jemand eine so spezielle literarische Figur besser verkörpern als Iain Glen.
Der charmante Schotte, Jahrgang 1961, der auch in den textilarmen Szenen nicht nur durch körperliche Präsenz, sondern vor allem durch seine Ausstrahlung beeindruckt (selbst wenn er als völlig zugedröhnter Privatschnüffler erst einmal seine fünf Sinne wieder zusammensammeln muss) ist dem breiten Publikum aus so namhaften Film- und TV-Produktionen wie Game Of Thrones, Tomb Raider, Resident Evil, Downton Abbey oder Borgia bekannt.
Doch der dreifache Vater hat nicht nur Schlag bei Frauen - auch männliche Fans schätzen die Tiefe, die der gebürtige Edinburgher jeder seiner Rollen verleiht.
Obwohl, oder gerade weil er seinen Jack Taylor genauso fies und unhöflich sein lässt, wie es die Vorlage vorsieht.

Miss Sophie

***

1: Der Ex-Bulle

Jack Taylor ist ein grandioser Polizist. Leider hat er ein Alkoholproblem. Und mag keine Autoritäten - vor allem nicht, wenn sie korrupt sind. Dann protestiert er schon mal ganz handfest.
Nicht gut. Denn natürlich wird er im Handumdrehen gefeuert.
Doch weil er nichts so gut kann wie brillant ermitteln, wird er Privatdetektiv. Mit einem ganz besonderen "Büro" - dem Hinterzimmer seiner Stammkneipe.

Beim ersten Fall soll er im Auftrag einer besorgten Mutter ein verschwundenes Teenagermädchen finden.
Die Frau - Anne Hennessy - ist nicht ohne, der Fall interessant, also legt Jack los.
Und stößt bei seinen Recherchen auf weitere Jugendliche, deren Tod viele Fragen aufwirft, für die sich die örtliche Polizei - mit Ausnahme der jungen Polizistin Kate Noonan - kein bißchen interessiert.
Als auch Jacks Freund Sutton plötzlich mit der Sache zu tun hat, wird es nicht nur kompliziert, sondern auch in mehrerer Hinsicht ausgesprochen gefährlich für den Privatdetektiv...

2: Auge um Auge

Zeitsprung.
Ein Jahr hat Jack Taylor in London verbracht - Suff und Schnüfflerarbeit adieu!
Doch kaum nach Galway zurückgekehrt, ist die Vergangenheit mehr als präsent:
Zunächst in Gestalt eines alten Bekannten, der nicht glauben kann, dass sich sein Sohn, Jacks Jugendfreund, das Leben genommen hat.
Also muss der Privatdetektiv den Dingen auf den Grund gehen und hört sich erst einmal gründlich um.
Jack wäre nicht Jack, wenn er dabei nicht wieder in Schwierigkeiten geriete, die - man ahnt es schon - natürlich mit einer Frau, Anne, einer Liebe aus längst vergangenen Tagen, zusammenhängen.
Auch eine andere Begegnung soll nicht ohne Folgen bleiben, denn Cody taucht auf. Der junge Mann hat sich ausgerechnet Jack Taylor als großes berufliches Vorbild auserkoren und lässt sich absolut nicht davon abbringen, ihm zur Hand gehen zu wollen.
Am Ende erweist sich genau das als großes Glück, denn plötzlich steht der Privatdetektiv unter einem ungeheuerlichen Verdacht und es gibt niemanden, der noch an ihn glaubt - außer Cody ...

3: Gefallene Mädchen

Kaum zu glauben, aber historisch belegt:
Die Existenz (bis in die 90er Jahre!) der "Magdalenen"heime. In diesen kirchlich geführten Häusern sollten Mädchen und junge Frauen gut 150 Jahre lang durch harte körperliche (und nicht entlohnte) Arbeit in Wäschereien wieder auf den "Pfad der Tugend" zurückgebracht werden.

Die Tochter einer früheren Insassin beauftragt Jack Taylor mit der Suche nach einer der dortigen Ordensschwestern, von der nur ihr Beiname "Lucifer" bekannt ist, den sie ihrem bösartigen Umgang mit den Bewohnerinnen zu verdanken hat.
Der einzige Hinweis: Ein Tagebuch.

Offenbar sind aber auch lokale Unterweltgrößen an der ganzen Sache interessiert und setzen sich vehement dafür ein, dass die Vergangenheit im Dunkeln bleibt.
Weder davon noch von einer möglichen, sehr persönlichen Verbindung zu seiner eigenen Familie lässt Jack sich beirren.

Dann geschieht das Unvermeidliche: Menschen, die auf den ersten Blick nichts mit der Angelegenheit zu tun haben, kommen gewaltsam zu Tode.
Und Jack wird klar, dass Eile geboten ist: Wenn er die Identität der Nonne nicht schnell klärt, wird es noch mehr Opfer geben ...

4: Königin der Schmerzen

Neue Folge, neuer Versuch für Jack, dem Teufel Alkohol die Stirn zu bieten.
Seit einigen Wochen ist er tatsächlich trocken und nicht nur das: Trotz ihres angespannten Verhältnisses kümmert er sich um seine nach einem Schlaganfall im Pflegeheim befindliche Mutter.

Doch er kann es nicht lassen:
Als eine Studentin im Theaterkostüm durch einen Sturz stirbt und die Polizei keinen Bedarf sieht, der Ursache auf den Grund zu gehen, lässt er sich von einem Uni-Professor zur Klärung des Falles engagieren.

Unterstützt wird er von Cody, der undercover das oft gar nicht so lustige Studentenleben kennenlernt und Kate, die zwischen den weiteren Karrieremöglichkeiten im Polizeidienst und ihrer Freundschaft zu Taylor wählen soll.

Dann stirbt eine zweite Studentin: Auch sie passend zu einem Stück des irischen Dramatikers Synge gekleidet.
Doch nach wie vor sieht die Polizei keinen Zusammenhang und keine Veranlassung, einzugreifen.

Jack gräbt tiefer und ein weiteres Mal wird er durch das, was er findet, in die eigene Vergangenheit katapultiert.

5: Tag der Vergeltung

Wer tut so etwas?!
In einer Kirche findet man den alten Father Royce. Tot. Enthauptet.
Die Bitte, diesem abscheulichen Verbrechen auf den Grund zu gehen, kommt ausgerechnet von Father Malachy, der (wie sich im Lauf der Zeit herausstellt, nicht zu unrecht) um sein eigenes Leben fürchtet.

Bei ihren Recherchen stoßen Jack Taylor, unterstützt vom jungen Cody auf den erfolgreichen Geschäftsmann Michael Clare, dessen Schwester Nuala, eine Journalistin und einen drogensüchtigen Kleinkriminellen, Tom Reed.
Was verbindet diese mit dem toten Priester?
Und wie viele weitere Menschen werden noch sterben müssen ...?

6: Das schweigende Kind

Das brutale Ende der fünften Folge hat Jack Taylor einen so nachhaltigen Schock versetzt, dass er aus seinem Heimatort nach Dublin geflüchtet ist, wo er wieder ganz unten anfängt und, wenn er nicht gerade säuft, Seitensprungfotos schießt. Ein echtes Zuhause hat er nicht.

Doch eines Nachts begegnet er der elfjährigen Rosie. Das Mädchen stürzt mit letzter Kraft aus einem Waldstück, bevor es, über und über mit Blut bedeckt, zusammenbricht.
Wie es scheint, war das Kind aus einem Sinti- und Roma-Clan dabei, als seine Mutter starb.

Die Polizei interessiert das wenig: Sie hält die Tat für eine Stammesfehde verfeindeter Familien.
Doch Jack sieht das anders: Er überredet Clanchef Sweeper Mangan, Rosies Onkel, ihn den Täter suchen zu lassen.
Das gefällt nicht allen - vor allem der Kleinkriminelle Eddie, Sweepers Bruder und Mann der Toten, will keine herumschnüffelnden Fremden.

Jack hat sich von solchem Widerstand noch nie beirren lassen, er fühlt sich der schwer traumatisierten Elfjährigen auf besondere Weise verbunden. Doch dann geschieht ein weiteres Unglück und Rosie gerät in große Gefahr...